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1. Oktober 2014

Facebooks neues Werbenetzwerk Atlas: Konkurrenz für Google Adwords

In 2013 kaufte Facebook Microsofts Adserver „Atlas“ und lieferte damit ein klares Signal das Geschäft mit „online-Werbung“ zu intensivieren.
Nun geht Facebook mit dem neuen Werbenetzwerk „Atlas“ an den Start und bezieht damit Stellung gegen Googles Werbenetzwerk „AdWords“.

Das neue daran? Zur Identifizierung des surfenden Users nutzen Werbenetzwerke Cookies, also eben jene Informationen, die in Form einer Datei auf dem lokalen Endgerät des Benutzers abgespeichert, und bei Besuch einer Website wieder ausgelesen werden können. Eine sehr lesenswerte Zusammenfassung dazu findet ihr hier im Blog von Jan Berens.
Da diese auf dem Endgerät gespeichert werden, kann die eigene Kampagne dem User nicht folgen, wenn er das Endgerät wechselt. Da somit jedes Endgerät als unterschiedlicher Nutzer wahrgenommen wird, erreicht die Werbung „Endgeräte“ und nicht direkt die Person.

Das neue an Facebooks Werbenetzwerk „Atlas“ ist nun, dass es versucht die Person zu adressieren und ihr durch das Netz zu folgen, egal welches Endgerät gerade benutzt wird.

Am einfachsten funktioniert das natürlich über das Login-Feature von Facebook selbst. Zusätzlich soll der Dienst aber auch in der Lage sein, Personen anhand der Facebook-SDK für Apps und über Mobile-Indentifiers wie Apples Identifier for Advertising (IDFA) und der Advertising-ID von Android zu erkennen. Daher kann Atlas auch zielgerichtete Werbung in Apps schalten, die nicht über einen Facebook-Login verfügen.

Durch die Kombination mit den von Facebook gesammelten Nutzerdaten ist damit eine bisher nicht dagewesene Qualität der Zielgruppen-Identifizierung möglich.

Nach Auffassung des Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar greife Googles bisherige Praxis der Erstellung von Nutzerprofilen “weit über das zulässige Maß hinaus in die Privatsphäre der Google-Nutzer ein”. Seit zwei Jahren untersucht Caspers mit seinen Kollegen bereits, ob die Verarbeitung der Nutzerdaten von Google den Gesetzten entsprechen würde. Interessant wäre die Frage, zu was für einem Ergebnis die Hamburger Datenschützer kommen würden, wenn sie sich Facebook, bzw. Atlas genauso gründlich vornehmen würden.

Die Maske der Zielgruppen-Definition auf atlassolutions.com lässt derzeit noch diese angekündigten, feingranularen Features, die sich aus den Facebook-Daten ergeben, vermissen. Es ist aber zu erwarten, dass hier noch spannende Features folgen werden.

(Quelle: http://atlassolutions.com/product-tour/targeting/)

atlascreateaudience_targeting

Zuletzt aktualisiert am 27. Juli 2017 um 02:05 . Die hier angezeigten Preise können sich inzwischen geändert haben. Alle Angaben ohne Gewähr.

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